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Sonntag, 18. Februar 2018

Eröffnung mit ein bisschen Spektakel

Presseartikel: MV | Oliver Hengst | 20.06.2007

Projekt „Möbelbrücke“ wird unter neuer Trägerschaft fortgeführt

-oh- Greven. Die Möbelbrücke hat – trotz längerer Pause – noch immer einen Namen in Greven. Seit Anfang des Jahres hat sie auch eine neue Adresse (Mühlenstraße 7) und eine neue Telefonnummer (58 49 58). „Mit ein bisschen Spektakel“, so Ulrich Sokoll, wird die Einrichtung am Donnerstag, 21. Juni, von 11 bis 15 Uhr in den Räumen des ehemaligen Holzlagers Wissing offiziell eröffnet. Spektakel meint in diesem Fall: in Anwesenheit möglichst vieler Gäste, die sich bei Würstchen,  Waffeln und dazu passenden Getränken über die neue, alte Möbelbrücke informieren wollen. Bei einer Tombola bringt das Möbelbrücken-Team Raritäten und Nippes unters Volk.

Den Betrieb hat die Möbelbrücke, die Mitte vergangenen Jahres wegen Mittelkürzungen des Bundes vor dem Aus  stand und deshalb zwischenzeitlich schließen musste,  schon vor einigen Wochen wieder aufgenommen. „Wir sind bei ungefähr dem halben Volumen des üblichen“, erläuterte Sokoll. „Jetzt sind wir wieder voll präsent. Und alle sollen es wissen.“

Zwischenzeitlich hat die Evangelische Jugendhilfe Münsterland die Trägerschaft für das Projekt übernommen. Wurden früher ausschließlich arbeitslose Jugendliche für den Arbeitsmarkt  fit gemacht, werden heute auch Langzeitarbeitslose Menschen über 50 qualifiziert. Derzeit halten zwölf unter 25-Jährige und vier über 50-Jährige die Möbelbrücke am Laufen, erläutert Diplom-Sozialpädagogin Susanne Fischer. Derzeit wird über die Verlängerung der Qualifizierungs-maßnahme, die im Sommer ausläuft, verhandelt. „Wir sind optimistisch“, sagt Sokoll. Die Notwendigkeit der Arbeit werde in der Bevölkerung und bei allen Entscheidungsträgern gesehen, ist er überzeugt.

In der Möbelbrücke werden gut erhaltene, gebrauchte Möbel verkauft. Wer dort einkaufen möchte, muss nicht unbedingt bedürftig sein. Hin und wieder „verirrt“ sich auch mal ein Designer-Möbelstück in die Halle an der Mühlenstraße. „Dann haben wir auch kein schlechtes Gewissen, einen Euro mehr dafür zu nehmen.“ Schließlich müssten zahlreiche Nebenkosten, die nicht bezuschusst würden, erwirtschaftet werden.